Über mich

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Geboren 1984 in Bern, aufgewachsen und wohnhaft in Zürich. wei Leidenschaften prägen mein Leben; die Bücher und die Musik. Die Bücher waren zuerst da.

Als Kind verschlang ich Kinderkrimis, Enid Blytons «Fünf Freunde» oder die «Acht vom grossen Fluss« von Gabriele Kuhnke. Ich besorgte mir einen Detektivkoffer mit Fingerabdruck-Werkzeug und solchen Sachen und suchte am westlichen Stadtrand

von Zürich nach nichtexistenten Tatorten.

Fun Fact: Heute dient mir dieser hässliche weisse Plastikkoffer als Behälter für die Gitarreneffekte. Denn auch sich wenn die Kinderkrimi-Konsum mit der regelmässigen Zeitungslektüre und dem realistischen, aber trotzdem irgendwie coolen Berufswunsch Journalist fortsetzte, kam irgendwann dieser Tag Anfang Gymnasium, in dem mich ein Freund in die CD-Abteilung eines Kaufhauses schleppte und mir «Smells like Teen Spirit» von Nirvana zeigte.

Auf einen Schlag spielten Bücher nur noch die zweite Geige. Ich kaufte mir eine Gitarre Epiphone (die Billigversion von Janoschs Les Paul in «Lärmparade»). Bald erschienen regelmässig drei Schulfreunde zur Probe in den Keller unserer Wohnung, den wir vom Gerümpellager in einen Proberaum verwandelt hatten. Einige Jahre und hunderte Proben und massiv weniger Gigs später setzte sich schleichend die Erkenntnis durch, dass es wohl doch nichts würde mit den grossen Bühnen. Womöglich waren wir wirklich die nächsten Nirvana oder Franz Ferdinand. Was tun?

Ich griff meine alten Berufswunsch wieder auf stürzte mich in die Reportage; der journalistischen Form, die dem Roman am nächsten liegt. Doch das Übernachten in Hotels in Krisengebieten mit Lobbys voller BBC-Crews stellte sich als weniger abenteurlich heraus als gedacht. Genauso wie das präzise Beobachten der Hausecke gegenüber, um das Fremde im Unbekannten zu entdecken, ziemlich bald langweilig wurde. Ausserdem sagten die Protagonisten selten, was ich mir wünschte, und dann noch seltener zu dem Zeitpunkt oder an dem Ort, der dafür passte.

Also beschloss ich, das Geschehen in meinen Reportagen künftig einfach zu erfinden. Nein, natürlich nicht. Ich startete einen Roman. Ich hackte nächtelang in die Tastatur und zerbrach mir den Kopf über Handlung und Figuren, bis ich realisierte, dass die Geschichte in meinem Kopf womöglich schon was taugte, das Manuskript aber ganz sicher nicht. Also versorgte ich es in der Schublade und widmete mich einer anderen Idee, die schon eine ganze Weile in meinem Kopf herumgegeistert war. Der Frage, was geschehen würde, wenn eine Band aus Zürich nach Glasgow reisen würde. Daraus ist «Lärmparade» entstanden, ein vor Ort recherchierter Roman über Freundschaft und die Liebe zur Musik. Ein Kreis schliesst sich.

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Danke und viel Spass!

Joel
 

Ich besorgte mir einen Detektivkoffer und suchte am Stadtrand von Zürich nach nichtexistenzen Tatorten.

Daraus ist «Lärmparade» entstanden, ein vor Ort recherchierter Roman über die Liebe zur Musik.